Akupunktur nach TCM

Traditionelle chinesische Medizin (TCM)

Für die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist die ganzheitliche Sicht eine unabdingbare Voraussetzung für einen Behandlungserfolg. Sie gründet auf der Ansicht, dass nichts statisch ist, sondern alles einem zyklischen Wandel unterliegt. Dabei soll in allem ein Gleichgewicht vorhanden sein, denn sobald der Körper nicht (mehr) in der Lage ist, dieses reaktionsfähige Gleichgewicht zu halten, gerät er aus der Bahn und erkrankt. Die TCM sieht den Patienten und seine Erkrankung in ihrer Beziehung zueinander und unterstützt den Organismus, sein Gleichgewicht wieder herzustellen und damit die Krankheit zu überwinden. Dafür wird eine ausführliche Analyse der 5 Wandlungsphasen mit ihren jeweiligen Fülle/Leere- beziehungsweise Hitze/Kälte – Zuständen gemacht, aus der sich dann die Behandlungsstrategie ergibt.

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Akupunktur

Der Begriff Akupunktur kommt vom lateinischen acus = Nadel und pungere = stechen.

Die Akupunktur ist eine der fünf Säulen der TCM und wird seit ca. 4000 Jahren erfolgreich beim Menschen und seit ca. 2900 Jahren auch bei Pferden angewendet.

Es gibt ca. 400 Akupunkturpunkte, die auf 12 Haupt- und 8 Sondermeridianen über den Körper verteilt sind. Akupunkturpunkte sind dadurch gekennzeichnet, dass sich eine erhöhte Zahl an Nervenenden an der Hautoberfläche befindet und der elektrische Hautwiderstand deutlich geringer als im umliegenden Gewebe ist. Ziel der Punkteauswahl bei der Akupunktur ist die Auflösung der aktuellen Energieblockaden und die Beseitigung von Energieüberschüssen oder –mangelzuständen, so dass die Selbstheilungskräfte Ihres Pferdes angeregt werden und sich wieder ein Gleichgewicht einstellen kann.

 

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Bei Pferden wird die Akupunktur gerne bei folgenden Problemen angewendet:

  • Arthritis, Arthrose, Spat
  • Atemwegserkrankungen
  • Fruchtbarkeitsstörungen
  • Hauterkrankungen (v.a. Sommerekzem)
  • Huferkrankungen
  • Leistungsabfall, Fressunlust
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Schmerztherapie
  • Sehnenentzündungen
  • Stoffwechselstörungen
  • Störungen des Bewegungsapparates (Beine, Hüfte, Wirbelsäule)
  • Verhaltensstörungen

Durch Akupunktur kann Gestörtes geheilt werden, aber nie Zerstörtes!

Häufige Fragen:

Wie funktioniert Akupunktur?

Inzwischen ist bekannt, dass die Akupunktur hauptsächlich über das Zentralnervensystem auf den Bewegungsapparat, das Hormonsystem und das Herz-Kreislaufsystem wirkt. Durch die Stimulation festgelegter Punkte kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung von chemischen Stoffen im Gewebe, die u.a. auch die Schmerzweiterleitung blockieren. Nach mehreren Akupunktursitzungen kann eine langanhaltende Schmerzlinderung erreicht werden, da diese Vorgänge auch über die eigentliche Behandlung hinaus aufrecht erhalten werden können.

Ist die Akupunkturbehandlung schmerzhaft?

Normalerweise nein. Es kann einen kurzen schmerzhaften Moment geben, wenn die Nadel in einem empfindlichen Bereich die Haut durchsticht. Danach entspannen sich die meisten Pferde aber und viele dösen während der Behandlung.

Hat die Akupunktur Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen treten nur in Ausnahmefällen auf. Bei manchen Patienten tritt vorübergehend eine Erstverschlechterung ein bevor sich der Zustand dann bessert. Wird die Akupunktur von einer/m kompetenten Akupunkteur/in durchgeführt, ist sie eine der sichersten Behandlungsformen.